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Hoftor elektrisch mit Flügel: Antriebe für besondere Fälle

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Große Flügel, extra breite Einfahrten, Umgebungen ohne Stromanschluss und schwierige Einbaubedingungen erfordern besondere Antriebe für Tore. Von Hörmann gibt es dafür spezielle Modelle u.a von RotaMatic.

PL mit extra langem Antriebsarm

Besonders große Einfahrtsbereiche gibt es sowohl auf privatem Gelände als auch bei gewerblichen Anlagen. Drehtore eignen sich für breite Einfahrten und können mit der passenden Antriebstechnik ausgestattet werden. Der Drehtor-Antrieb RotaMatic ist grundlegend für eine Torhöhe bis 2000 mm und 2500 mm Torbreite geeignet. Für leichte und kleine Einfahrtstore bis 220 kg ist der RotaMatic (Standard) im Einsatz. Für schwere Tore bis 400 kg ist der RotaMatic P gedacht.

RotaMatic: Modelle im Vergleich

Besonders ist jedoch die Variante PL.Die Antriebe mit dem Zusatz PL besitzen einen sehr langen Antriebsarm. Sie sind für Flügeltore bis 4000 mm Breite entwickelt worden. Der Zusatz P steht für Power. Die RotaMatic-Antriebe der Serie P und PL sind mit einer Zug- und Druckkraft von max. 2700 N die leistungsstärksten Modelle der Reihe.

Mehr zum Vergleich der einzelnen Modelle erfahren Sie unter: Drehtorantriebe Test.

Für zweiflügelige Tore

Große Zufahrten im privaten und gewerblichen Bereich lassen sich mit einem zweiflügligen Drehtor sichern, die es zu automatisieren gilt. Als Komplettpaket sind bei den RotaMatic Antrieben zwei Motoren enthalten, um jeden Torflügel einzeln ansteuern zu können.

Sie erhalten somit zwei Antriebe und eine Steuerung. Bedient wird sie über einen Handsender. Je nach Größe des Tores und benötigtem Kraftaufwand wählen Sie zwischen 3 verschiedenen Hörmann RotaMatic Antrieben:

Synchron öffnen und schließen

Der RotaMatic-Antrieb sorgt für ein gleichzeitiges Öffnen der Torflügel. Das zeigt nicht nur ein harmonisches Bild, sondern erleichtert die Ausnutzung der Torzyklen.

Bei den Hörmann Drehtorantrieben ist es außerdem möglich, dass nur ein Torflügel öffnet. Dieser kann als Gehflügel für den Personendurchgang genutzt werden. Bei Industrieanlagen bietet sich diese Funktion ebenso an, um die Toröffnung an die Breite der passierenden Fahrzeuge anzugleichen.

RotaMatic für ein Zwei-Flügel-Tor

Für einen reibungslosen Betrieb müssen Sie sich bei der Wahl des Antriebs an die Maximalwerte der Torgröße halten. So darf auch für den 2-flügeligen Antrieb als Standard und als P der Torflügel nicht mehr als 2500 mm breit und 2000 mm hoch sein. Ebenso ist ein Maximalwert wie schon bei den einflügeligen Modellen für das Gewicht festgelegt. Beim RotaMatic dürfen 220 Kilogramm pro Torflügel nicht überschritten werden. Bei P und PL liegt  die Grenze bei 400 kg.

Für Tore mit zwei verschiedenen Torflügeln

Besteht das Tor aus zwei unterschiedlich großen Flügeln, lohnt ein Blick auf das Paket Hörmann RotaMatic-Set P/PL, 2-flügelig, Drehtorantrieb. Darin enthalten sind ein Antrieb PL und ein Antrieb P. Somit ist dieses Paket generell geeignet für Torflügel bis zu einem Gewicht von 400 kg. Ein Flügel kann max. bis 2500 mm breit und ein Flügel darf bis 4000 mm breit sein.  

Paket SK: Leuchte und Lichtschranke im Lieferumfang

Alle RotaMatic-Angebote mit dem Kürzel SK sind mit einer Lichtschranke und Signalleuchte ausgestattet. Sie sorgen für noch mehr Sicherheit am Torantrieb. Mit der Lichtschranke ermöglichen Sie einen automatischen Zulauf. Als optisches Signal leuchtet die gelbe Warnlampe auf, wenn das Tor in Bewegung ist.

 RotaMatic Zweiflügeltorantrieb mit WarnleuchteRotaMatic für 2 Flügel mit Sicherheitskit (SK): Warnleuchte (auf Bild zu sehen) und Lichtschranke

Entsprechend finden sich im Sortiment folgende weitere Varianten:

Für Einfahrtstore ohne Stromanschluss: RotaMatic Akku

Der RotaMatic Akku ist wie P und PL ein Modell der Reihe. Es handelt sich also um keine Variante, sondern wird eigenständig angeboten. Er ist für einflügelige sowie zweiflügelige Tore zu erwerben. Mit Akku betrieben, ermöglicht er, Einfahrtstore ohne Stromanschluss zu automatisieren bzw. per Handsender zu bedienen. Mit einer Zug- und Druckkraft bis 1100 N bewegt der RotaMatic Akku Tore bis max. 2000 mm Höhe, 2500 mm Breite und einem Gewicht bis max. 120 kg.

Insgesamt kann der Antrieb 5 Torzyklen pro Tag stemmen, davon 2 pro Stunde. Ein Zyklus entspricht Tor-Auf + Tor-Zu. In einem Zyklus kann das Tor somit einmal geöffnet und wieder geschlossen werden.

Der Akku als einziger Energiespeicher wird über eine Zuleitung an den Antrieb angeschlossen. Die Länge der Anschlussleitung beträgt 90 cm. Das sollten Sie einberechnen bei Einbau und Installation. Der Akku mit Gehäuse befindet sich außerhalb des Antriebsgehäuses. Er selbst weist eine max. Kapazität von 40 Tagen auf. Wie lange die Akkueinheit bis zur nächsten Aufladung tatsächlich im Einsatz ist, hängt maßgeblich von der Nutzungshäufigkeit und der Umgebungstemperatur ab. Außerdem verursachen weitere Verbraucher, die am Antrieb angeschlossen sind, entsprechend mehr Energieverlust. Neigt sich die Kapazität dem Ende zu, macht sich der Akku über eine Leuchte bemerkbar. Der Aufladeprozess dauert nur wenige Stunden. Dann ist der Antrieb wieder einsatzbereit.

RotaMatic Akku mit Akkumulator und Solar-ModulDer Akku wird außerhalb des Antriebs angeschlossen. Für stete Energieversorgung wird er mit dem Solar-Modul verbunden.

Die Aufladung erfolgt an einer herkömmlichen Steckdose. Dazu muss der Akku vom Antrieb entfernt werden. Da dies gleichbedeutend ist mit einem Stillstand des Antriebs, gibt es Möglichkeiten, diese Zeit zu überbrücken:

  • Wenn der Torbetrieb dadurch nicht beeinträchtigt werden soll, entscheiden Sie sich für das Aufladen über Nacht. Am nächsten Morgen einfach den Akku wieder mit der Toranlage verbinden und wie gewohnt einsetzen.
  • Ein optional bestellbarer Wechsel- oder Zweitakku (Hörmann Wechselakku WA 24 V AE für RotaMatic Akku Drehtorantriebe) kann anstelle des aufzuladenden Akkus an den Antrieb angeschlossen werden, um den Betrieb weiterzugewährleisten.
  • Ein optional nachrüstbares Solar-Modul für RotaMatic kann bereits im Betrieb die nötige Energie liefern, sodass im Idealfall der Akku nicht mehr gewechselt werden muss.

Seit März 2017 wird der Akku-Antrieb stets mit Akku und Solar-Modul ausgeliefert, weshalb er als RotaMatic Akku Solar angeboten wird. Auch gehört das Modul zum optionalen Zubehör. Somit versorgt sich der Antrieb konstant durch Sonnenenergie. Das Modul wird inklusive Material für die Montage geliefert und besitzt eine 10 m lange Anschlussleitung. Platzieren Sie das Modul in passender Ausrichtung auf dem Grundstück. Es speist den im Antrieb vorhandenen Akku und sorgt für lange Laufzeiten. 

RotaMatic mit Heizung

Eine besondere Variante stellt der RotaMatic mit integrierter Heizung dar. Hierbei handelt es sich um einen Ersatzteil-Artikel. Man könnte es auch Umrüstsatz nennen. Denn der Antrieb wird mit Gestänge, Motor, Heizung und Abdeckung geliefert. Die Heizung ist innerhalb des Antriebs integriert. Andere Zubehörteile wie beispielsweise die Steuerung oder die Funkausrüsting sowie das Montagematerial zum Anschrauben sind in einem solchen Ersatzteil-Paket nicht enthalten und müssen am Tor bereits vorhanden sein.

Am meisten Kraft müssen die Drehtorantriebe im Winter aufbringen. Einzelne Teile an der Antriebsmechanik oder das Tor selbst können sich durch Frost oftmals nur sehr schwer bewegen oder sogar einfrieren. Hörmann hat aus diesem Grund einen Drehtorantrieb mit integrierter Heizung entwickelt. RotaMatic, RotaMatic P und RotaMatic PL sowohl für einen als auch für zwei Torflügel können mit einer Heizung bestellt werden.

RotaMatic mit HeizungRotaMatic mit Heizung gibt es als Ersatzteil

Die RotaMatic Torantriebe ohne Heizung öffnen bis -20 °C das Drehtor. Die Ersatzantriebe mit Heizung sind auf max. -35 °C ausgelegt. Sie haben den Vorteil, dass die Motoren auf einer gewissen Temperatur gehalten werden und nicht einfrieren. Kommt es zum Einsatz der Antriebe im Winter, können diese im Vergleich zur einfachen RotaMatic-Serie die Drehtore schneller öffnen. In Deutschland sind die Winter nicht über längere Zeit so kalt, dass eine Heizung am Drehtorantrieb zwingend erforderlich wäre. Wer lieber kein Risiko eingeht und eine zuverlässige Antriebsleistung im Winter benötigt, kann seinen Antrieb auf ein Modell mit Heizung umrüsten.

Was sind Drehtorantriebe und wie funktionieren sie?

Drehtore bieten sich bei einem großen Einfahrtsbereich an. Sie benötigen mehr Raum zum Öffnen und Schließen als Schiebetore. Dafür sind die Torbewegungen eindrucksvoll, insbesondere dann, wenn sich die Flüge synchron bewegen. Je größer die Einfahrt ist, desto eher muss auf ein zweiflügliges Tor zurückgegriffen werden. Um die Flügel zu automatisieren, ist ein Drehtorantrieb erforderlich. Diese Antriebe gibt es für einen oder für zwei Torflügel. Sie werden in verschiedene Stärken und Klassen unterteilt, die sich nach der Größe und Beschaffenheit des Torflügels richten.

Die Verbindung zwischen Tor und Antrieb stellt der Antriebsarm dar. Diese Komponente wird durch den im Antrieb befindlichen Motor vor und zurück geschoben. An jedem Torflügel wird ein eigener Antrieb befestigt. Fest angebracht am Torflügel und verbunden mit dem Motor, schließt und öffnet er das Tor, sobald der Antrieb aktiviert wird. Die Steuerung ermöglicht die verschiedenen Einstellungen. Sie befindet sich entweder am Pfeiler des Tores oder direkt in der Nähe, beispielsweise im Fußboden eingelassen. Der Kern der Steuerung ist eine Platine mit diversen Komponenten. Ein Funkempfänger kann auf der Platine angebracht sein oder extern (außerhalb des Gehäuses) an ihr angeschlossen werden. Mit dem Funkempfänger lässt sich der Drehtorantrieb von der Ferne aus über einen Handsender bedienen. Die aktuellen Antriebe verfügen über einen 5-Kanal-Empfänger und werden mit einem 5-Tasten-Handsender geliefert. Die fünfte Funktionstaste kann für die Statusabfrage am Antrieb genutzt werden, sofern Sie mit einem bidirektionalen Empfänger mit Rückmeldefunktion ausgerüstet sind.

Andere Module wie zum Beispiel Code- oder Schlüsseltaster lassen sich über einen Steckplatz anschließen oder über den Funkempfänger mit dem Antrieb verbinden.

Bei Hörmann können Sie wählen zwischen dem RotaMatic mit Schubrohr und dem VersaMatic mit geknicktem Antriebsarm. Während der RotaMatic bei alltäglichen Einbaubedingungen Verwendung findet, ist der VersaMatic vor allem für besondere Einbausituationen gefertigt worden. Der VersaMatic hat gegenüber dem jeweiligen RotaMatic-Modell weniger Zug- und Druckkraft. Sein Vorteil besteht jedoch darin, an Stellen montiert werden zu können, wo der RotaMatic baubedingt nicht installiert werden kann.

Flügeltor- oder Drehtorantrieb?

Oft wird einerseits vom Drehtorantrieb und andererseits vom Flügeltorantrieb gesprochen. Das sollte aber nicht verwirren, denn ein Flügeltor ist schlicht und einfach ein Drehtor. Gemeint ist, dass sich der (oder die) Flügel des Tores drehen. Dementsprechend gibt es  für denselben Torantrieb die Bezeichnungen Drehtorantrieb und Flügeltorantrieb.

Allgemeine Eigenschaften von RotaMatic

Die Drehtorantriebe der Reihe RotaMatic arbeiten mit einer einstellbaren Kraftbegrenzung. Dank der Notentriegelung ist eine einfache Handhabung möglich. Außerdem gibt es eine automatische Erkennung von Hindernissen. Das Drehtor stoppt sofort, wenn sich ein Hindernis im Laufweg befindet. Entweder fährt es danach wieder in die offene Stellung oder verharrt an der Stelle. Darüber hinaus verfügt der RotaMatic über einen Sanft-Anlauf und Sanft-Stopp. Die Technologie ermöglicht einen leisen Torlauf. Die Komponenten werden durch dieses System geschützt, was ihre Lebensdauer erhöht. Sanft-Stopp und Sanft-Anlauf sind individuell einstellbar. Auf 60 Sekunden ist des Weiteren der automatische Zulauf eingestellt. In Verbindung mit einer Lichtschranke schließt sich das Tor nach der eingestellten Zeit automatisch wieder, ohne dass Sie die Fernbedienung noch einmal betätigen. Ein Drehtor mit maximaler Breite kann in etwa 25 Sekunden geschlossen werden. Kleinere Tore haben eine Schließgeschwindigkeit von ca. 16 Sekunden.

Das Signal zum Öffnen und Schließen erfolgt über den 4-Kanal-Handsender HS 5 mit BiSecur, der im Lieferumfang zu finden ist. Der Funkempfänger befindet sich in der Steuereinheit.

Das witterungsbeständige Gehäuse des Antriebs besteht aus Aluminium, Zinkdruckguss und glasfaserverstärktem Kunststoff. Massive Temperaturunterschiede und Temperaturen bis zu -20 °C übersteht das Gehäuse unbeschadet. Die empfindliche Technik im Inneren sowie die Steuerung für den Funkempfänger entsprechen der Schutzart IP65.

Der Motor aller Geräte ist ein 24 Volt starker Gleichstrom-Getriebemotor. Als Netzanschluss sind 230 bis 240 Volt Wechselspannung vorgesehen. Die Endlage Tor-Zu ist über den integrierten Endschalter einstellbar. Die Torlage Tor-Auf lässt sich programmieren. Die Betriebskräfte sind bei den verschiedenen Torgrößen zertifiziert. Eine TÜV-Prüfung sichert die zuverlässige und leise Funktion der schlanken Drehtorantriebe.

Ab einer Flügelbreite von 1500 mm empfiehlt sich ein zusätzlicher Anschlag. Dieser ist über die Zubehörteile zu bestellen und passt mit jedem RotaMatic zusammen. Ab einer Torflügelbreite von 1500 mm sollte außerdem ein Elektroschloss in den Boden eingelassen werden. Dies bietet einen gesicherten Halt, da derart große Torflügel durch die Hebelwirkung und Windlast aufgedrückt werden könnten.

Neben RotaMatic gibt es weitere Drehtorantriebe von Hörmann außerhalb der Reihe sind DTU 250 und DTH 700. DTU 250 eignet sich für maximale Torgewichte von 500 Kilogramm. Der hydraulische Drehtor-Antrieb DTH 700 ist für 1000 Kilogramm geeignet.

Passendes Zubehör für RotaMatic Drehtorantriebe

Von Hörmann findet sich im Sortiment Zubehör mit vielfältigen Bedienelementen und Sicherheitsvorrichtungen für die Drehtorantriebe. So passen sich die Antriebe nicht nur den örtlichen Begebenheiten an, sondern können rundum abgesichert werden.

Sicherheit

Einiges an optionalem Zubehör kann die Sicherheit für den Drehtor-Antrieb erhöhen.

Elektroschloss

Elektroschlösser werden als Boden- oder als Pfeilerverriegelung angeboten.

Zwingend empfiehlt es sich bei Drehtoren:

  • ab 1500 mm Breite
  • mit teilflächiger Füllung

Es wird bei Toren eingesetzt, die einer hohen Windlast widerstehen müssen. Das Elektroschloss für die Bodenverriegelung montieren Sie am Boden, sodass das Drehtor hier einrasten kann. Es schützt selbst große Tore gegen das Aufdrücken und Aufhebeln und sorgt für ausreichend Sicherheit. Für jeden RotaMatic können diese Elektroschlösser nachgerüstet werden. Die dazugehörigen Schlüssel sind in einer ausreichenden Stückzahl vorhanden und die passende Lasche ist im Lieferumfang enthalten.

Zweiflügelige Tore werden grundsätzlich mit einer Bodenverriegelung gesichert. Einflügelige Tore können am Pfeiler oder am Boden verriegelt werden.

Notentriegelung

Drehtore sollten auch von außen zu öffnen sein, wenn die Stromversorgung unterbrochen ist. Für diesen Zweck gibt es eine Notentriegelung. Bei den RotaMatic Antrieben ist die Notentriegelung ein Ringbolzen mit SL-Sicherung, der bei jedem der Antriebe serienmäßig eingebaut ist. Dieser befindet sich am äußeren Ende des Antriebsarms und kann bei Bedarf herausgezogen werden.

Lichtschranke

Mithilfe der Lichtschranke stoppt das Tor den Schließvorgang, wenn sich im überwachten Bereich jemand oder etwas aufhält. Da der Antrieb über die Einstellung automatischer Zulauf verfügt, kann eine geeignete Lichtschranke auch als Durchfahrtslichtschranke verwendet werden. Nach einer festgelegten Zeit schließt sich das Tor ohne weiteren Tastendruck.

Signalleuchte

Signalleuchten zeigen an, wenn sich das Tor öffnet oder schließt. Je nach Variante ist die Signalleuchte für die Bodenmontage gedacht oder kann am Tor angebracht werden. Sie lässt sich auch per Wandhalterung montieren. Die Leuchten können Betriebsspannungen mit 24 Volt oder 230 Volt aufweisen.

HNA: Notakku

Der Hörmann Not-Akku (HNA) ist eine Noteinrichtung für einen plötzlichen Stromausfall. Er ist ausschließlich geeignet für die kabelgebundenen Antriebe. Extern angeschlossen am Antrieb, versorgt er sich selbst mit Spannung. So kann er bei einem spontanen Stromausfall anstelle der Stromleitung die erforderliche Spannung herstellen. Der HNA ist damit in der Lage, einige Torzyklen zu bewältigen.

Für den RotaMatic Akku ist der HNA nicht vorgesehen, da er aufgrund seiner auf einige Zyklen begrenzten Arbeitszeit wesentlich schwächer ist als der Akkumulator für die kabellose RotaMatic-Variante.

Montage-Hilfen

Damit der Antrieb sachgemäß arbeitet, sind verschiedene Maße einzuhalten. Montagehilfen gleichen mögliche Unstimmigkeiten und Unebenheiten aus, die den Einbau oder den Betrieb erschweren könnten.

Unterlegplatten

Soll der Drehtor-Antrieb etwas höher gelegt werden, sind spezielle Unterlegscheiben optional bestellbar. Die Unterlegplatten messen jeweils 3 mm und werden in einem Set von drei Stück angeboten.

Verlängerungsplatte

Mit den Verlängerungsplatten kann ein größerer Abstand zum Pfeiler ermöglicht werden. So lassen sich Tor und Antrieb individuell anpassen. Sie kann entsprechend der örtlichen Gegebenheiten somit zu einer Vergrößerung des A-und B-Maßes führen. Das zusätzliche Beschlagtseil kommt häufig zum Einsatz, wenn ein Pfeiler-Eckwinkel verbaut wurde, der zu einer Verlagerung des Antrieb-Drehpunktes in Richtung Pfosten führt. Verschiedene Bohrungen und Langlöcher in der Verlängerungsplatte ermöglichen eine Vielzahl unterschiedlicher Abstände sowie einen Winkelversatz der Trägerplatte für den RotaMatic.

Die Verlängerungsplatte ist in zwei Ausführungen erhältlich:

  • Hörmann Verlängerungsplatte VP 1, Edelstahl
  • Hörmann Verlängerungsplatte VP 1, Stahl verzinkt

Beide Platten besitzen eine große Widerstandsfähigkeit gegenüber Korrosion und hohe Langlebigkeit. Die Verlängerungsplatte (VP) ist nur ein Beispiel von vielen anderen Montagehilfen.

Weitere verfügbare Hörmann-Beschläge für RotaMatic:

Die Beschläge gibt es in Stahl verzinkt und zum großen Teil auch aus Edelstahl. Material- bzw. Materialoberflächen sind korrosions- und somit witterungsbeständig.

Dämpfungsprofil

Ebenso kann ein Dämpfungsprofil bestellt werden. Je nach Betriebskräften kommt das Profil zum Einsatz. Es eignet sich für unterschiedliche Torgrößen und Einbausituationen und ist bereits vom TÜV zertifiziert. Das Profil wird an der Schließkante montiert.

Ersatzteile für RotaMatic

Die Hörmann Drehtorantriebe eignen sich für Einfahrten im privaten Bereich oder im geschäftlichen Gelände. Die modulare Bauweise erlaubt es, selbst kleinste Teile bei einer Beschädigung oder einem Defekt auszutauschen. Alle Ersatzteile sind speziell auf die Drehtorantriebe zugeschnitten.

Ersatzteile für Drehtorantriebe

Dazu gehören beispielsweise:

  • Anschlussplatinen
  • Gehäuseteile
  • Steuerungseinheiten
  • Sicherheitsanlagen
  • Ersatzantriebe und Austauschantriebe

Antriebe

Unter den Hörmann Ersatzteilen für Drehtore können Sie die einzelnen Antriebe nachbestellen und am eigenen Tor austauschen. Hierbei muss nicht das komplette Antriebsprofil, sondern lediglich der defekte Antrieb gewechselt werden. Zu einem Ersatzmotor gehört nicht nur der Motor selbst, sondern auch die Abdeckung und das Gestänge. Mit der beiliegenden Anleitung lassen sich die Teile selbst wechseln. Weitere Zubehörteile wie beispielsweise die Steuerung oder das Beschlagsmaterial werden separat angeboten.

Steuerungsplatine

Die Steuerungsplatinen sind werksseitig mit einem Funkempfänger ausgestattet oder können mit einem externen Empfänger verbunden werden. Auf diese Weise lässt sich das Drehtor mit einem Handsender bedienen.

Sicherheitsanlagen

Auch das wichtigste Sicherheitselement eines Drehtores ist austauschbar: die Notentriegelung. Aufgrund eines Stromausfalls oder eines anderen elektrischen Defekts lässt sich das Tor dank Notentriegelung manuell öffnen. Ebenso zu den Sicherheitskomponenten im Bereich der Ersatzteile gehört die Signalleuchte. Vieles, das Sie bei den Sicherheitsanlagen unter Zubehör entdecken, werden Sie auch unter Ersatzteile wiederfinden.

Planung – was ist bei der Planung einer Drehtoranlage zu beachten?

Bei der Planung von Drehtoranlagen sind die maximalen Torblattfüllungen unter Berücksichtigung der regionalen Windlasten zu prüfen. Entscheidend ist auch die Pfostengeometrie sowie das Pfostenmaterial. Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem gemauerten Pfosten oder einem aus Holz oder Stahl.

Zubehör bei Mauer- oder Holz-Pfosten

Wenn der RotaMatic an einem gemauerten oder verklinkerten Pfosten montiert werden soll, sollte auf die Pfeiler-Mauerplatte zurückgegriffen werden, da diese für eine bessere Lastverteilung sorgt. Ähnlich verhält es sich mit Pfosten aus Holz. Damit Sie den Drehtorantrieb sicher und stabil befestigen können, ist die Montage einer Pfeiler-Konterplatte anzuraten. Bei der Pfostengeometrie (die Torpfostenbreite) muss darauf geachtet werden, dass der RotaMatic nach rechts und links ausreichend Platz hat, da der seitliche Abstand vom Motordrehpunkt zum Tordrehpunkt mindestens 10 cm betragen muss! Folglich sollte man möglichst weit nach außen kommen, damit ein gleichmäßiger Torlauf entsteht.

Grundsätzlich gilt: Je größer A- und B-Maß werden, umso größer ist die Öffnung des Tores.

Der Wind als Hindernis

Wird die Torflügelfüllung außer Acht gelassen, kann es passieren, dass das Tor bei Wind ständig stehen bleibt. Je größer und schwerer das Drehtor ist, umso weniger darf es gefüllt sein, damit die Durchlässigkeit des Windes gewährleistet ist. Zudem nimmt die Hebelwirkung parallel zur Torlänge zu. Der Drehtorantrieb kann nicht zwischen Wind und Hindernissen unterscheiden und bleibt bei einer stärkeren Windböe einfach stehen. Das kann mitunter sehr störend sein, da der Antrieb bereits bei 400 N (= 40 kg) abschaltet. Außerdem wird ab einer Torflügelbreite von 1500 mm ein mechanischer Endanschlag am Boden oder am gegenüberliegenden Pfeiler empfohlen. Besonders abgesichert ist das Tor mit einem Elektroschloss. Mit seiner Hilfe kann verhindert werden, dass das es durch Wind aufgedrückt wird. Auch wenn ein Tor eine teilflächige Füllung besitzt, sollte über die Montage eines Elektroschlosses nachgedacht werden.

Bitte beachten Sie: Ab einer Füllung von mehr als 50 % ist grundsätzlich vom Einbau eines Drehtorantriebes abzuraten. Der Hersteller gewährt ab dieser Grenze keine Garantie mehr auf den Antrieb. Eine Füllung besteht zum Beispiel aus Quer- und Längsstreben, Planken, Platten, Brettern, Kunststoffplanen für den Sichtschutz und dergleichen mehr.

Montage/Installation

Der Drehtorantrieb ist für Flügeltore gedacht. Der RotaMatic fungiert als Unterflurantrieb. Das heißt, er ist im Boden eingelassen. Unten angebracht, hat er kaum Auswirkungen auf den optischen Eindruck des Tores. Das Gehäuse des Antriebs ist wichtig zur Vorrüstung auf die Installation.

Der Drehtorantrieb ist elektromechanisch und selbsthemmend. Daher muss ein weiteres Elektroschloss nicht eingebaut werden.Die Konstruktion hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Antriebes.

Wichtig vor der Installation des Drehtorantriebs ist die Überprüfung einiger Details am Tor:

  • Das Gewicht eines Torflügels darf nicht mehr als 500 Kilogramm betragen.
  • Die Länge eines Torflügels darf 2,5 Meter nicht überragen.
  • Die Torflügel müssen starr und belastbar sein.
  • Beim Öffnen und Schließen der Torflügel muss eine gleichmäßige und einwandfreie Bewegung möglich sein. Das gilt für den vollständigen Wirkungsbereich.
  • Ein Abstand, der zwischen Torkante und Boden bestehen muss, ist der mitgelieferten Anleitung zu entnehmen
  • Vor der Installation des Drehtorantriebs müssen alle notwendigen Arbeiten am Schloss vollendet sein.

Bänder beim Tor beachten

Bänder sind Beschläge, die dem Tor oder einer Tür zur Beweglichkeit verhelfen. Als Verbinder zwischen Rahmen und Flügel ermöglichen sie das Schwenken eines Tor- oder Türflügels.

Da bei jeder Installation oder Veränderung von Toren unterschiedliche Vorbedingungen herrschen, müssen auch bei der Anbringung eines Antriebs an einem Torflügel bestimmte Schritte verfolgt werden:

Hat das Tor feste Bänder, wird das untere Band entfernt.
Bei einem Tor mit verstellbaren Bändern wird das untere Band entfernt und das obere gelockert. Die Flügel sind um die obere Bandachse zu drehen.

Bei dem Einbau eines neuen Tores wird nur das obere Flügelband montiert.

Ist ein Ausbau nicht möglich, wird es aufgebockt. Hierfür eignen sich Stützelemente, die die Flügelkanten hochhalten.

Kraftmessung an der Drehtoranlage

Bei jedem neuen RotaMatic finden Sie verschiedene Anleitungen im Lieferumfang bzw. im Downloadbereich. Auf diesen lassen sich u.a. Maßangaben finden, die für die Montage zwingend relevant sind. Dazu gehören die Tabellen 1a und 1b. Die darin aufgezeigten Daten müssen den Maßen für die Montage Ihres Antriebs entsprechen. Befinden sich diese Maße außerhalb des Vorzugsbereichs (grau unterlegt) oder haben sich die werksseitigen Einstellungen für Kraft- und Geschwindigkeit verändert, muss eine erneute Kraftmessung an der Schließkante durchgeführt werden.

Den richtigen Antriebstyp beim RotaMatic auswählen

Im Auslieferzustand ist der Antriebstyp voreingestellt. Lediglich nach einem Werksreset muss der vorhandene Antriebstyp ausgewählt werden. Im Folgenden finden Sie Menü-Auswahl und Antriebstyp:

Menü Antriebstyp
01 RotaMatic
02 RotaMatic P/PL
03 VersaMatic
04 VersaMatic P

Bitte beachten Sie: Wählen Sie nur die Menüs an, die Ihrer Toranlage entsprechen.

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